Der Architekt und Formgestalter Friedrich Karl Engemann (1898 – 1970) gehört zu den weniger bekannten Vertretern des Bauhauses. Zu Unrecht, denn er verdient aus mehreren Gründen Interesse.
Zum einen wurde er schnelle vom Studenten zum Vertreter des Bauhausdirektors befördert. Hinzu kommen seine bis in die NS-Zeit andauernde Einbindung in Lehrinstitutionen der Stadt Dessau, seine prägende Rolle für die Architekturlehre und Formgestaltung in der DDR und nicht zuletzt sein eigenständiges Werk. Dieses Schaffen, das eine Brücke zwischen avantgardistischer, wissenschaftsorientierter Herangehensweise und den Erfahrungswerten des Bauhandwerkers schlug, ist in wesentlichen Zügen in einem Entwurfsnachlass überliefert. Die Auswertung dieses Konvoluts aus den Beständen der Stiftung Bauhaus Dessau bildet den Ausgangspunkt für das Buch, das an diesem Abend vorgestellt wird.
Die Autor*innen Andreas Butter und Angela Dolgner widmen sich in ihrem Buch sowie einem Gespräch dieser spannende Persönlichkeit.
Sprache: Deutsch