Aus der Vitrine: Walter Porstmann. Pionier der Normung und Kleinschreibung

Aus der Vitrine: Walter Porstmann. Pionier der Normung und Kleinschreibung

Ein wesentlicher Teil der Bauhaus Identität war unter anderem die Neugestaltung der Kommunikation: Kleinschreibung und die damals neuartigen DIN-Formate wurden zum Markenzeichen der Dessauer Ära.

Bernd Freese, der über vier Jahrzehnte hinweg Bauhaus-Gegenstände zusammengetragen hat, verbindet eine ganz persönliche Geschichte mit dem Bauhaus und seinen Drucksachen. Zwischen 1958 und 1961 absolvierte er seine Ausbildung zum Industriekaufmann in Berlin bei der Fabriknorm GmbH.

Dieses Unternehmen wurde von keinem Geringeren als Walter Porstmann begründet – dem Pionier, der das DIN-Papierformat entwickelte. Porstmann selbst war ein häufiger Gast am Bauhaus und warb in Vorträgen leidenschaftlich für Normung und standardisierte Drucksachen.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen Porstmann und dem Bauhaus ist heute durch zahlreiche Dokumente und Korrespondenzen belegt. Um diese Zeugnisse der Designgeschichte dauerhaft zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat Bernd Freese seine umfangreiche Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau zum Geschenk gemacht. Über seine Beweggründe erzählt er im Gespräch mit Torsten Blume, Stiftung Bauhaus Dessau.

Im Rahmen der Veranstaltung findet ab 17 Uhr eine Kurator*innenführung durch die Ausstellung Bakelit | Glasur | Farbe  statt. Der Vortrag beginnt anschließend um 18 Uhr.

Sprache: Deutsch