Freitagsgruppe: Bestand + Nachnutzung
17.4.2026
18 – 21 Uhr
Die Ausstellung im ehemaligen Kaufhaus Zeeck zeigt disziplinübergreifende Arbeitsweisen und Anwendungsbeispiele, die ästhetische und nachhaltige Gestaltung verbinden und befördern. Sie erforscht alternative Arten des Bauens und ist CO2-neutral konzipiert.
Das ehemalige Kaufhaus Zeeck in der Dessauer Innenstadt ist Ausgangspunkt der Ausstellung Algen | Schutt | CO2. Der 1908 eröffnete und in den 1920er Jahren erweiterte Bau ist ein herausragendes Beispiel der Warenhausarchitektur der Moderne und erzählt durch seine materiellen Schichten eine über ein Jahrhundert währende Stadtgeschichte.
Die Ausstellung macht diese Geschichte sichtbar: Sogenannte Zeitfenster an Treppe, Fußboden, Pfeiler und Decke geben im Rahmen der Ausstellung den Blick auf die materielle Geschichte des Gebäudes frei. Was auf den ersten Blick unverändert wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung einen sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Abgeblätterter Putz wird entfernt, Löcher werden geschlossen, was repariert werden kann, wird repariert oder umgestaltet – zum Beispiel alte Fenstergläser oder die Paneele der Hetaflex-Aluminium-Fassade, die im Zuge der Fassadensanierung im Frühjahr 2025 abgenommen wurden. Ergänzungen wie das Deckenleuchtsystem und Reparaturen des Bodenbelags aus den 1980er Jahren folgen den Prinzipien der Wiederverwertbarkeit.
Algen | Schutt | CO2 ist eine „Musterausstellung“ für nachhaltige Gestaltung, deren Betrieb möglichst wenig CO2 produzieren soll. Sie ist Schau-, Nutz- und Veranstaltungsraum gleichermaßen. Sie zeigt disziplinübergreifende Forschungsansätze und kollaborative Arbeitsweisen, in denen menschliche und nicht-menschliche Akteur*innen, Ökonomien, Technologien, Material- und Stoffströme zusammenfinden. Im Zentrum der Ausstellung stehen Alternativen zum Materialkanon der (klassischen) Moderne: etwa Lehm, Myzelien, Algen, Lehm-, Basalt-, Flachs- und reststoffbasierten Geopolymerbeton. So entwickelt beispielsweise das InMyco-Projekt der Hochschule Anhalt innovative Myzelmaterialien, wobei Reststoffe aus regionaler Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Industrie als Nährboden dienen.
Handwerker*innen, kleine und größere Unternehmen. Forscher*innen, Gestalter*innen und Künstler*innen arbeiten hier eng zusammen. Bauen wird als Materialressourcen schonender gemeinsamer Prozess verstanden, der fortwährender Aktualisierung bedarf und Veränderungen unterliegt. Während des Ausstellungszeitraums geben Schaubaustellen Einblick in diese Prozesse, Werkstätten laden zur Teilnahme ein.
Eröffnung:
28.3.2026, 11 Uhr im Bauhausgebäude
Kurator*innenführung:
29.3.2026, 11 Uhr
Führung mit Kuratorin Barbara Steiner (Onlinetickets):
10.4. / 5.6. / 10.7. / 28.8.2026, 17 Uhr
Führung mit Kuratorin Juliane Aleithe (Onlinetickets):
24.4. / 22.5. / 19.6. / 14.8. / 18.9.2026, 17 Uhr
Gruppenführungen
buchbare Zeiten: Di – So, 10:30 Uhr + 11:30 Uhr + 14:30 Uhr (Buchung)
Finissage:
27.9.2026, 14 – 16 Uhr
Die Intervention renaissource thematisiert die Renaissance (Wiedergeburt) eines neuen Umgangs mit Ressourcen. Die Fachbereiche Design und Architektur der Hochschule Anhalt zeigen verschiedene gestalterische Perspektiven im Tapetenraum, im Glasraum sowie im Werkraum innerhalb der Ausstellung auf.
Gebrochene Verheißung
29. März – 12. Mai 2026
Kirchen und Kaufhäuser geben mit markanter Architektur in bester Lage ein Glücksversprechen, das sie kaum noch einzulösen vermögen. Um diesen öffentlichen Orten wieder Strahlkraft zu verleihen, entwickelten vier Stipendiat*innen neue Ideen: Marius Busch, Maximilian Hartinger, Louis Volkmann und Karla Zipfel, kuratiert von Karin Berkemann, gefördert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Using Design to Connect
19. Mai – 31. Juli 2026
Drei Projekte, eine Mission: unsere Welt nachhaltiger, gerechter und schöner zu gestalten. Wie kann Design Beziehungen gestalten und neu definieren? Antworten darauf finden: Julia Lohmann, Alberte Holmø Bojesen, und Anna van der Lei (Department of Seaweed), Francesca Tambussi (Hyperburgers), Ezgi Mutluer, Leonardo Mesa Cabrera und Wencke Hamann (VorOrt-Haus / Druckbar).
Erbgut | D-Mag
4. August – 27. September 2026
So wie ein Genom alle Erbinformationen in der DNA von Lebewesen gespeichert hält, so beinhaltet unser kulturelles Erbgut die Einflussgrößen, die wir heute zum Umgang mit unserer Lebenswirklichkeit heranziehen. Drei künstlerische Positionen von Martin Maleschka, Nikita Vinokurov und Katrin Günther zeigen individuelle Zugänge zu diesem Thema.
Studierende aus dem Seminar „Editorial Design“ präsentieren ein neues Magazin aus der Reihe D-MAG zum Thema „Kaufhaus Z — inside out“. Darin setzen sie sich mit dem Gebäude, seinen Bewohner*innen, seiner Historie und mit der direkten urbanen Nachbarschaft auseinander. Gerald Christ mit Studierenden: Angelina Berndt, Celina Elsner, Alena Goldmann, Sophie Greilach, Hannah Hieke, Helene Holz, Kristin Ittershagen, Mia Giulietta Künzler, Tien Long Pham, Nina Rehm, Lotte Sajitz, Enie Schiepe, Leon Sroka, Elias Troyke
Ein Gemeinschaftsprojekt von Stiftung Bauhaus Dessau und Hochschule Anhalt
17.4.2026
18 – 21 Uhr
22.5.2026
18 – 21 Uhr
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
19.6.2026
18 – 21 Uhr
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
17.7.2026
18 – 21 Uhr
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
21.8.2026
18 – 21 Uhr
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
18.9.2026
18 – 21 Uhr
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
10.4.2026
Ehemaliges Kaufhaus Zeeck
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