Stahl, Glas, Beton: Als das Bauhausgebäude 1926 in Dessau eröffnet wurde, feierte man seine Baustoffe als Verheißung einer neuen, industriellen Moderne. Hundert Jahre später sind genau diese Materialien zum Problem geworden – Zeugen eines Raubbaus an Ressourcen und Ökosystemen, dessen Folgen wir heute tragen.
Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums blickt dieses Buch kaleidoskopartig auf die Substanz der Moderne: Was bedeutete Materialinnovation damals, was bedeutet sie heute, im Zeitalter von Zirkularität und Klimakrise? Essays, Interviews, Bildstrecken und künstlerische Positionen verweben historische und gegenwärtige Perspektiven auf Material und Materie. Ein Buch, das Fachpublikum ebenso anspricht wie alle, die sich für die Zukunft des Bauens und Gestaltens interessieren – und danach fragt, was von den Verheißungen der Moderne bleibt, wenn man buchstäblich an die Substanz geht.