Hören Sie aus der Reihe „Neue Musik im Bauhaus Museum Dessau“ Werke von Claude Debussy, Charles lves, Olivier Messiaen und anderen für Sopran, Flöte und Klavier.
Röhren sind ebenso lebenswichtig, wie sie klangbildend sein können: Der menschliche Körper führt dies vor, am eindrucksvollsten vielleicht die Sopranstimme. Deshalb vereint dieser Abend eine solche mit der Mutter aller heutigen Blasinstrumente: der Flöte. Ein griechischer Mythos erzählt uns sogar, dass diese einst als Mittel erfunden wurde, um den Verzicht auf eine Frau zu verkraften: Der Hirtengott Pan jagte der Nymphe Syrinx nach, die sich darauf in Schilfrohr verwandelte, aus dem sich Pan eine Flöte schnitzte. An diesen Stoff erinnert Claude Debussys Syrinx, und der Abend bringt eine Reihe weiterer Stücke, in denen die genannten Röhren als Klangquellen faszinieren: ob Flöte solo wie bei Debussy, Sopran solo wie in Anna Korsuns Song of a Fish oder beide gemeinsam wie in Kompositionen von André Caplet, Albert Roussel und André Previn (oft unterstützt vom Klavier). Allgegenwärtig ist dabei die Nähe zu Natur und Tierwelt: so auch in Olivier Messiaens musikalischen Vogelstudien und in Charles Ives’ Klaviersonate Nr. 2, deren vierter Satz mit dem Untertitel „Thoreau“ an die Waldhütte des Philosophen erinnert, wobei hier eine Flöte das Klavier ergänzt.
Eine Veranstaltung des Anhaltischen Theaters Dessau im Rahmen von „Raum für Klang. Neue Musik im Bauhaus Museum“. Mit Werken von Claude Debussy, Charles lves, Olivier Messiaen und anderen
Eine Veranstaltung des Anhaltischen Theaters in Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau .