Aus der Vitrine: Der Stahlrohrstuhl im Großeinsatz

Aus der Vitrine: Der Stahlrohrstuhl im Großeinsatz

Ausgehend von einem Klappstuhl-Entwurf des Bauhäuslers Alfred Arndt befasst sich diese Ausgabe von „Aus der Vitrine“ mit der weltweiten Faszination für Stahlrohrmöbel.

1928 entwarf der Bauhausstudent Alfred Arndt einen Klappstuhl für das von ihm gestaltete „Haus des Volkes“ in Probstzella. Wie der Versuch zur Schaffung einer sozial-emanzipatorischen Bildungs- und Erholungskultur wurde die Bestückung des öffentlichen Raums mit Metallmöbeln nicht zum Massenphänomen. Dennoch nahm das Ziel, funktionale und preiswerte Stahlrohrmöbel nicht nur für private Kunden zu vertreiben, um 1930 langsam Gestalt an.

Andreas Butter, Stiftung Bauhaus Dessau, zeichnet im Vergleich von Arndts Design zu Stuhlmodellen von Marcel Breuer, Mart Stam und anderen das Bild einer weltweiten Faszination für den chromblitzenden Freischwinger zwischen Avantgardeanspruch, Modetrend und Pragmatismus nach. Vor dem Hintergrund der treibenden Ideologien wird gefragt, wie hoch sein Anteil in Restaurants, Theatern und Hörsälen wirklich war.

Sprache: Deutsch

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