Die Stiftung Bauhaus Dessau trauert um Martin Stein

Die Stiftung Bauhaus Dessau trauert um Martin Stein

Die Stiftung Bauhaus Dessau trauert um Martin Stein

Martin Stein ist im Alter von 66 Jahren verstorben. Er hat mit seinen Ideen und Visionen das Bauhaus Dessau wesentlich geprägt. Mit ihm verlieren wir – viel zu früh – einen kreativen und engagierten Gestalter von Stadtumbau und regionaler Entwicklung sowie einen sympathischen Menschen.

Als Leiter von Werkstatt und Akademie des Bauhauses hatte er wesentlich an der Profilierung dieser Institution in der Wende- und Nachwendezeit mitgewirkt. Er war Teil des Industriellen Gartenreichs, eines wichtigen Projekts des Bauhauses. Dieses widmete sich Transformationsprozessen in der mitteldeutschen Industrieregion. Als leitender Mitarbeiter der EXPO 2000 und dann bei der SALEG, der Sachsen-Anhaltischen Landesentwicklungsgesellschaft mbH, setzte er damit fort: Hier erarbeitete er soziale und ökologisch nachhaltige Entwicklungsstrategien für die Region. Ohne seine engagierte Mitarbeit gäbe es weder Ferropolis, das Bergbaufolgeprojekt Goitzsche noch die IBA-Stadtumbau 2010. Zuletzt wirkte er im Auftrag der Stadt Zeitz und erneut verbunden mit der Stiftung Bauhaus Dessau am Reallabor ZEKIWA Zeitz mit.

Martin Stein war ein Brückenbauer, der zwischen Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürgerschaft vermitteln konnte und stets wichtige inhaltliche Impulse in Debatten einbrachte. Dabei verband er Vision mit Praxis.

Mit seinem engagierten Tun und der Freude am reflektierenden Gestalten gesellschaftlicher Veränderungen ist Martin Stein immer Bauhäusler geblieben.