Staub, Bauschutt und Erde dienen als Träger von Geschichte und spannen dabei eine vertikale Erzählung zwischen Ablagerung, Umbau und Traggrund auf. Ein experimenteller Raum zwischen Feldforschung, Labor und performativer Untersuchung, in dem Materialien gesiebt, geschichtet und gelesen werden.
In diesem Workshop untersuchen wir genau diese kleinsten Bestandteile eines Ortes, die viel mehr als nur „Reste“ sind – sie tragen Spuren von Zeit, Nutzung und Veränderung in sich. Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Wie lässt sich ein Ort über seine Partikel lesen?
In niederschwelligen, experimentellen Versuchen zwischen Forschen und Ausprobieren arbeiten wir mit dem Material: Wir sieben, schichten, befeuchten, betrachten und ordnen es neu. In Kleingruppen untersucht ihr als Materialforscher*innen jeweils ein Material und widmet euch Staub, Bauschutt oder Erde. Es entsteht ein gemeinsamer Forschungsprozess, bei dem unterschiedliche Perspektiven auf das Material sichtbar werden.
Aus den Untersuchungen werden eigene kleine „Ortsgeschichten“ entwickelt: Was erzählen die Partikel über Umbau, Zerstörung, Alltag und Wandel? Schritt für Schritt entsteht ein gemeinsames Partikel-Archiv, das später in der Ausstellung Algen | Schutt | CO2 gezeigt wird.
Workshopleitung: Maiella Di Donato
Für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren.
Eintritt frei
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