Peter Bernhard:
„Halbbürgerliche und bürgerliche Referenten“. Die Kritik der Kostufra an den Gastvorträgen des Bauhauses

Bereits in der zweiten Nummer ihres bauhaus-Heftes ruft die Kostufra ihre Kommilitonen dazu auf, „aktiv an unserer zeitung mitzuarbeiten“ durch „kritik von ausstellungen und vorträgen am bauhaus“. Dementsprechend finden sich in den folgenden Ausgaben immer wieder Kommentare zu den im Haus veranstalteten Gastvorträgen. In dem Beitrag sollen diese Kommentare zusammen mit weiteren Aussagen von Kostufra-Mitgliedern dazu vorgestellt werden. Anhand dieser Stellungnahmen lässt sich nicht nur verdeutlichen, wie die Kostufra sich den Bauhausunterricht wünschte, sondern auch, welche Position sie einnahm gegenüber einer Reihe zeitgenössischer Denkströmungen wie dem Positivismus, dem Konstruktivismus oder dem Holismus.


Peter Bernhard ist Professor für Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er studierte Philosophie, Soziologie und Pädagogik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und wurde mit einer Arbeit zur Morphologie der Euler-Diagramme an der Universität Erlangen promoviert. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Theorien und Geschichte der Philosophie, Moderne-Theorien und die Geschichte und Rezeption des Bauhauses.